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Fitter Ins Leben Überblick – Trends zur bewussteren Ernährung

Fitter Ins Leben Überblick – Trends zur bewussteren Ernährung. Vegetarische und vegane Ernährung sind aktuell schwer On Vogue, doch auch andere Ernährungsformen kommen immer mehr in Mode. Hier nun eine Auswahl aktueller Trends vorgestellt von Dr. Erbil Kurt:

Low Carb: Verschiedene Ernährungsformen oder Diäten, bei denen der Anteil der Kohlenhydrate an der täglichen Nahrung reduziert wird.

Paleo-Diät: Im Zentrum der Paleo-Ernährung stehen natürliche und unbehandelte Lebensmittel wie gesundes Fleisch, viel Gemüse, frisches Obst, unbehandelte Nüsse und Samen sowie gesunde Fette. Die Verfechter der Paleo-Diät essen wie die Menschen in der Steinzeit. Statt reichlich Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie mäßig Fett und Fleisch wird bei der prähistorischen, paleolithischen oder einfach Paleo-Diät zu wenig Kohlenhydraten („Low Carb“) und viel Fleisch geraten. Auf Getreide-, Milchprodukte und pflanzliche Öle wird verzichtet.

Intermittierendes Fasten: Intermittierendes Fasten oder Intervallfasten ist die Bezeichnung für eine Ernährungsform, bei der ständig, in einem bestimmten Rhythmus, zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und des Fastens gewechselt wird. Das intermittierende Fasten wird auch Intervallfasten genannt. Im Vergleich zum normalen Fasten isst man sehr wohl – aber nur zu bestimmten Zeiten.

Keto-Diät: Bei der Keto-Diät wird ebenfalls gefastet – jedoch mit Fleisch. Sie ist eine extreme Form der kohlenhydratarmen Ernährung. Das Ziel: ständig und konstant kohlenhydrat- und zuckerarm zu essen, dafür sehr fettreich. Kartoffeln, Reis, Nudeln und einige Hülsenfrüchte sind tabu.

Clean Eating: Unter Clean Eating versteht man eine Ernährungsweise auf Basis der Idee des Konsums von Vollwertprodukten und die Vermeidung industriell verarbeiteter Lebensmittel habe einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Clean Eater setzen auf frische Lebensmittel. Dieser Ernährungstrend ähnelt der Vollwerternährung, bei der Obst und Gemüse der Saison, Salat und Vollkornprodukte im Mittelpunkt stehen. Dazu kommen ein- bis zweimal pro Woche Fleisch, Fisch und Eier. Fertiggerichte, künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Farb- und Aromastoffe werden vermieden, und es wird nur frisch gekocht. Clean Eater verzichten auf raffinierten Zucker und Alkohol.

FITTER INS LEBEN® – Die FITTER INS LEBEN® Ernährungsphilosophie basiert auf der Low Carb-Idee und dem Verfahren der Ketose. Starten Sie jetzt! Gesunde Ernährung soll im Alltag umsetzbar sein und nicht zu einer komplizierten Wissenschaft werden. Essen soll Spaß machen und das Wohlbefinden fördern und wir wollen Ihnen bei der Umsetzung helfen.FIT, FITTER – FITTESTmit FITTER INS LEBEN®zertifiziert nach Dr. Erbil Kurt

Und hier geht es zu unserem Konzept ->FITTER INS LEBEN®

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Dr. Erbil Kurt, Gesundheitspublizist

Dr. Erbil Kurt, 53,  ist seit vielen Jahren als Gesundheitspublizist sowie als Diät- und Ernährungsexperte in Deutschland bekannt. Seine Firma Carboo4U betreut deutsche und internationale Spitzensportler und Topteams aus den unterschiedlichsten Sportarten. Als Stoffwechselspezialist beschäftigt Dr. Kurt sich seit vielen Jahren mit dem Thema abnehmen und hat dazu das Infoportal FITTER INS LEBEN gegründet. Anders als die üblichen Ernährungsratgeber ist FITTER INS LEBEN Dank der Erfahrungen von Dr. Kurt aus dem Spitzensport auf die unbedingte Kombination auf angepasster Ernährung (Low Carb) und Bewegung ausgelegt.

Fitter Ins Leben Wissen – Fett ist eben nicht gleich Fett von Dr. Erbil Kurt

Fett gilt als Dickmacher Nummer eins. Auch Zucker halten manche für problemtisch. Die Zucker-Fett-Falle – Foto: Lupo / pixelio.de

Fitter Ins Leben Wissen:  Unser Körper hat vor allem mit hohem Zuckergehalt zu kämpfen und zu vielen Kohlenhydraten in unserem Essen. Fett ist eben nicht gleich Fett. Der Mythos vom „Fett macht fett“ sollte heutzutage Vergangenheit sein. Denn obwohl wir immer weniger Fett essen, ist die Zahl der Fettleibigen weltweit gestiegen – in Amerika soll sie sich sogar verdoppelt haben. Inzwischen sterben die meisten Menschen auf der Welt an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fakt ist: Wer seinen Zuckerkonsum streng einschränkt, nimmt ab.

Viele Grundnahrungsmittel und praktisch alle „Fast-Food-Fertiggerichte“ enthalten einen hohen Anteil an Kohlenhydraten (KH), wie zum Beispiel Zucker, die bei der Verdauung sehr schnell Glukose freisetzen. Die im Darm freigesetzte Glukose wird über die Darmschleimhaut aufgenommen und sehr schnell ins Blut abgegeben. Daher steigt der Blutzuckerspiegel nach einer KH-Mahlzeit stark an. Jetzt produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken, und versucht die Glukose in die Zellen zu schleusen. Da unsere Zellen aber nur eine begrenzte Menge an Zucker aufnehmen können, wird der restliche, überflüssige Zucker  als Speicherzucker (Glykogen) in Leber und Muskelgewebe eingelagert, aber auch in Fett umgewandelt und in den Fettzellen gespeichert. Im Klartext: KH-Mahlzeiten bedeuten immer eine Insulinausschüttung. Insulin verhindert eine Gewichtsabnahme. Insulin wirkt also als Dickmacher.

Wozu benötigt unser Körper überhaupt Fette (Lipide)? Und welche sind nun wirklich gesund? Fette sind zur Aufnahme der fettlöslichen Vitamine erforderlich. Sie sorgen für ein natürliches Sättigungsgefühl. Sie liefern hochwertige Energie. Sie sind für die Funktion von Hormonen und Enzymen unerlässlich. Sie verringern Blutzuckerschwankungen. Unser Gehirn ist auf hochwertige Fette angewiesen. Fette versorgen unsere Zellen bestmöglich und schützen sie vor Umwelteinflüssen. Deshalb ist die Qualität der Fette so wichtig. Nur hochwertige Fette bieten besten Zellschutz, maximale Energie, essentielle Fettsäuren.

Wirklich ungesund sind pflanzliche Fette, die gehärtet wurden – die sogenannten “Transfette”. Sie stecken zum Beispiel in Pommes frites, Popcorn und industriell produzierten Süßwaren.

Gesunde Fette sind naturbelassene (von Natur aus gehärtet, also nicht industriell gehärtet, auch nicht teilgehärtet) – Fette wie natives Kokosfett oder tierische Fette von Tieren aus artgerechter Haltung (Fleisch, Milch und tierisches Fett, Eier und Fisch aus artgerechter Haltung  enthalten bis zu 4 mal mehr Omega-3-Fettsäuren als aus konventioneller Haltung).

In tierischem Fett stecken alle essentiellen Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe, die unser Organismus benötigt. Und das alles in einem hervorragenden Verhältnis. Sie sind ein elementarer Baustein für eine ausgewogene Ernährung.

Generell sollten wir Fette bevorzugen, die reich an Omega-3-Fettsäuren oder Ölsäure sind, denn diese Fettsäuren sind lebensnotwendig. Bei Pflanzenölen sind Rapsöl und Leinöl die Spitzenreiter im Omega-3 Fettsäurengehalt. Raffiniertes Rapsöl eignet sich sowohl zum Braten, Backen und Garen.

Kaltgepresstes Leinöl ist ideal für die kalte Küche. Es ist super hochwertig und geschmacksintensiv.

Auch die Butter ist zum kurzen Andünsten und Backen sehr gut geeignet, denn mittlerweile weiß man, dass Milchfett keineswegs der Gesundheit schadet. Und zum Frittieren: Erdnuss- oder Sonnenblumenöl kurz im Wok erhitzen, Gemüse, Fisch oder Fleisch frittieren und dann gut abtropfen lassen. Das Öl nach dem Zubereiten bitte nicht noch einmal verwenden.

Alternativ: Ungehärtetes Kokosfett ist eine gute Alternative, da es keine Transfette enthält, dafür aber sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine.

Fitter Ins Leben Wissen: Es hat sich gezeigt, dass eine stark kohlenhydratreiche Ernährung ungesund ist. Während Fett den Blutzuckerspiegel stabil hält, können zu viele Kohlenhydrate ihn schwanken lassen. Kartoffeln und Weißmehlprodukte wie Nudeln und Reis werden nämlich nach dem Essen umgehend in Zucker umgewandelt, der den Blutzuckerspiegel anheizt – sofort schüttet der Körper Insulin aus, das den Zucker wieder abbaut. Dann bekommen wir wieder Hunger.

Wir brauchen Fett, deshalb sollte man nicht darauf verzichten. Wieviel Fett gesund ist, hängt individuell vom Erbgut, vom Lebensstil, vom Stress und von der Fitness ab.

Einen weiterführenden Artikel zum Thema des Fettsäurenverhältnisses Omega-6- zu Omega-3 könnt Ihr hier auf Fitter Ins Leben nachlesen.

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Dr. Erbil Kurt, Gesundheitspublizist

Dr. Erbil Kurt, 53,  ist seit vielen Jahren als Gesundheitspublizist sowie als Diät- und Ernährungsexperte in Deutschland bekannt. Seine Firma Carboo4U betreut deutsche und internationale Spitzensportler und Topteams aus den unterschiedlichsten Sportarten. Als Stoffwechselspezialist beschäftigt Dr. Kurt sich seit vielen Jahren mit dem Thema abnehmen und hat dazu das Infoportal FITTER INS LEBEN gegründet. Anders als die üblichen Ernährungsratgeber ist FITTER INS LEBEN Dank der Erfahrungen von Dr. Kurt aus dem Spitzensport auf die unbedingte Kombination auf angepasster Ernährung (Low Carb) und Bewegung ausgelegt.

Wasser ist unser Lebenselixier – Wasser trinken löscht den Durst

Wasser trinken ist für den menschlichen Körper überlebenswichtig, unsere Zellen brauchen Flüssigkeit. Nur so funktioniert unser gesamter Stoffwechsel und wer ausreichend trinkt, kann diese Prozesse anregen.

Unser Wasser in Uslar steht für 1a-Qualität. Es ist klar, von gutem Geschmack und bakteriologisch einwandfrei.  Unser Trinkwasser ist unbelastet und naturrein und hier kann man unser Solling Wasser sogar aus offenen Quellen trinken…

Wasser ist unser Lebenselixier: Der Wassergehalt des menschlichen Körpers beträgt bei einem Erwachsenen etwa 50 bis 60 Prozent. Wasser ist ein wichtiges Transportmittel in unserem Organismus. Es sorgt dafür, dass unser Blut fließen kann. Unser Flüssigkeitshaushalt reguliert zudem die Körpertemperatur, indem durch Schwitzen Wärme abgegeben wird. Und über den Urin scheidet unser Körper Giftstoffe aus.

Unser Körper verbraucht zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Ausgeschieden wird es über die Haut, über die Atmung sowie über den Stoffwechsel, also Urin und Stuhlgang. Damit die sogenannte Wasserbilanz stimmt, müssen wir täglich ebenso viel Wasser aufnehmen wie unser Körper verbraucht und abgibt.

Einen Teil der notwendigen Menge nehmen wir über flüssige und feste Nahrung auf. Doch wir müssen auch genug trinken. Etwa 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sollte ein Erwachsener im Durchschnitt zu sich nehmen, empfiehlt etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn.

Trinken wir zu wenig, sinkt der Wasseranteil in unserem Organismus. Ein klares Indiz, das wir alle kennen, ist das Durstgefühl. Was die meisten nicht wissen: Wer Durst verspürt, hat bereits ein Flüssigkeitsdefizit, das es aber zu vermeiden gilt. Besser ist es, über den Tag ausreichend zu trinken, sodass erst gar kein Durstgefühl entsteht.

Im Rahmen von Diäten oder Abnehmphasen ist das Wasser trinken nur zu empfehlen. Wasser ist der günstigste, einfachste und effektivste Weg, den Stoffwechsel zu optimieren und das meiste aus dem Körper herauszuholen.

Mein Fazit: Wer Wasser statt Saftschorlen und Limonaden trinkt, kann viele Kalorien sparen. Darüber hinaus gibt es Hinweise dass Wassertrinken zumindest für kurze Zeit das Sättigungsgefühl stärkt…

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Dr. Erbil Kurt, Gesundheitspublizist und Wassertrinker

Dr. Erbil Kurt, 53,  ist seit vielen Jahren als Gesundheitspublizist sowie als Diät- und Ernährungsexperte in Deutschland bekannt. Seine Firma Carboo4U betreut deutsche und internationale Spitzensportler und Topteams aus den unterschiedlichsten Sportarten. Als Stoffwechselspezialist beschäftigt Dr. Kurt sich seit vielen Jahren mit dem Thema abnehmen und hat dazu das Infoportal FITTER INS LEBEN gegründet. Anders als die üblichen Ernährungsratgeber ist FITTER INS LEBEN Dank der Erfahrungen von Dr. Kurt aus dem Spitzensport auf die unbedingte Kombination auf angepasster Ernährung (Low Carb) und Bewegung ausgelegt.

Wie funktioniert eine Low Carb Ernährung von Dr. Erbil Kurt

Eine kohlenhydratarme Ernährung kann beim Abnehmen helfen. Eine der Grundideen von Low Darb Diäten ist es auf Kartoffeln, Nudeln, Weißbrot und ähnliche Lebensmittel verzichten, damit die Fettpolster möglichst schnell verschwinden. Das Ziel: Den Körper zur Fettverbrennung zu zwingen und so das Körpergewicht zu reduzieren. Hier noch einmal ein Abriß über das Thema Low Carb und Ernährung von Dr. Erbil Kurt zum Jahrestart 2019.

Wenn man über längere Zeit auf Kohlenhydrate verzichtet, wechselt der Körper vom normalen Stoffwechsel in einen künstlichen Hungerstoffwechsel. In diesem Stadium reagiert der Körper, als leide er seit längerer Zeit unter Nahrungsentzug – und greift die Fettreserven an Hüfte, Bauch und Po an. Damit der Körper das Fett als Energielieferant nutzen kann, wandelt er es in Ketonkörper um. Diese geben der ketogenen Diät ihren Namen. Durch die Stoffwechselumstellung kann der Mangel an Kohlenhydraten nahezu vollständig kompensiert werden. Eine solche drastische Neuorganisation des Metabolismus ist ein Beispiel dafür, wie anpassungsfähig unser Körper ist.

Normalerweise ist bei einem Mittagessen von allen drei Makronährstoffen etwas dabei: Kohlenhydrate aus Nudeln oder Kartoffeln; Fett aus Käse; Proteine aus Ei, Fisch oder Fleisch. Alle drei Stoffe werden im Verlauf eines eigenen Stoffwechsels in ihre Grundbestandteile abgebaut: In der Glykolyse lösen sich Kohlenhydrate auf, die Beta-Oxidation zerlegt Fette, und der Proteinstoffwechsel spaltet die Eiweiße in Aminosäuren.

Besonders schnell können wir Kohlenhydrate zerlegen – in Glukose, umgangssprachlich auch Traubenzucker genannt. Glukose wird entweder in der Glykolyse weiterverarbeitet, oder sie füllt die Glykogenspeicher auf. Diese Speicher kann der Körper bei anstrengender Bewegung leeren und so schnell die gespeicherte Energie nutzen. Langfristig können überschüssige Kohlenhydrate als Energiereserve in Form von Fettpolstern angelegt werden. Diese Prozesse werden – aus Mangel an Kohlenhydraten – während einer Low Carb Diät unterbrochen; der Körper muss also auf andere Energiequellen zurückgreifen. Die Energie wird zunächst durch die fett- und proteinreiche Nahrung der Diät bereitgestellt: Das Fett wird in seine einzelnen Fettsäuren zerlegt oder, genau wie die Kohlenhydrate, in unseren Fettzellen für später eingelagert. Proteine werden nicht langfristig gespeichert.

Die Stoffwechselwege der drei Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate und Fett) können zwar getrennt voneinander beschrieben werden, sind jedoch miteinander verbunden: über das Acetyl- CoA – den Dreh- und Angelpunkt unserer Ernährung. Der Clou ist, dass Acetyl-CoA aus jedem der drei Stoffwechselwege hervorgehen kann. Durch diese Verknüpfung ist der Körper in der Lage, den Ausfall des Kohlenhydrat-Prozesses zu kompensieren.

Acetyl-CoA ist auch während der ketogenen Ernährung der wichtigste Akteur. Isst ein Mensch über einige Zeit nur wenige oder gar keine Kohlenhydrate, bedient sich der Körper in den ersten drei bis vier Tagen eines Tricks: Er stellt die fehlende Glukose einfach selbst her, und zwar aus Aminosäuren, den Bausteinen der Proteine, die man während einer Low Carb Diät ja essen darf. Doch dieser Trick, die so genannte Gluconeogenese, reicht nicht aus, um den Energiebedarf zu decken. Also zapft der Körper den nächsten großen Energiespeicher an: das Nahrungsfett und das Fettgewebe – das große Ziel jeder Diät.

Das gespeicherte Fett wird also wieder aufgelöst: Aus dieser Fettverbrennung entsteht unter anderem Glyzerin, das so lange umgebaut wird, bis es sich in den Kreislauf der Glykolyse einhaken und so die Glukose ersetzen kann. Das heißt, der Kohlenhydratstoffwechsel arbeitet teilweise weiter, ohne dass Kohlenhydrate gegessen werden müssen.

Nach mehreren Tagen strenger Low Carb Diät wechselt der Körper vollständig in den Hungerstoffwechsel: Er stellt Ketonkörper her, die von den Organen und insbesondere vom Zentralnervensystem als Energielieferant genutzt werden können – als Ersatzstoff für die fehlende Glukose. Auch wenn Ketonkörper als Ersatzenergielieferanten dienen können, ist ihre Produktion eigentlich eine Reaktion auf überschüssiges Acetyl-CoA. Durch die Fettverbrennung wird viel zu viel des Stoffs hergestellt. Doch eine solche Menge Acetyl-CoA vermag der Körper nicht zu verstoffwechseln. Deshalb reichert es sich in der Leber an. Als Ausweg bildet der Körper die Ketonkörper, er befindet sich in der sogenannten Ketogenese.

Die meisten chemischen Prozesse im Körper werden von Hormonen gesteuert. Auch bei der Auflösung von Fettgewebe hilft ein Hormon: Das Glucagon, der Gegenspieler des Insulins. Insulin wird ausgeschüttet, wenn wir Kohlenhydrate essen. Es sorgt dafür, dass die Glukose schnell in die Glykogenspeicher oder den Fettspeicher eingebaut wird. Ohne Kohlenhydrate in der Nahrung bleibt der Insulinspiegel niedrig. Als Folge kann das Glucagon unbehelligt den Abbau von Fettpolstern fördern.

Alternativ kann man sich auch nur phasenweise ketogen ernähren. Das alternative Konzept beginnt mit 20 Tagen streng kohlenhydratarmer Diät, um den Hungerstoffwechsel – die Ketogenese – zu erreichen. Die darauf folgenden 20 Tage dienen als Stabilisierungsphase, in welcher der Diätwillige zwar nur wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen, aber nicht in der Ketogenese bleiben soll. Die anschließenden vier Monate ernährt man sich nach der mediterranen Diät, bis wieder 20 Tage Low Carb Diät folgen. So könnte ein Jo-Jo-Effekt vermieden werden. Allerdings sollten insbesondere die Übergänge zwischen den Diäten langsam und kontrolliert durchgeführt werden, am besten unter der Aufsicht eines Arztes.

Bei der Ketogenese werden drei Arten von Ketonkörpern gebildet: Acetoacetat, 3-Hydroxybutyrat und Aceton. Zunächst entsteht vor allem Acetoacetat. Wird zu viel davon hergestellt, entwickelt sich daraus Aceton. Dieses wird über die Atemluft abgeben – das kann dann durchaus riechen. Aceton ist gelegentlich auch bei Diabetikern als Mundgeruch wahrnehmbar. Die anderen beiden Ketonkörperarten werden über den Urin ausgeschieden. Mit einem Teststreifen kann durch einen Nachweis der Ketonkörper getestet werden, ob man sich wirklich in der Ketogenese beendet.

Die erhöhte Ketonkörper-Konzentration kann für ein stärkeres Sättigungsgefühl bei den Abnehmwilligen sorgen. Ein weiterer Vorteil einer proteinreichen Ernährung könnte sein, dass die Ausschüttung des Hormons Glucagon gefördert wird. Das Glucagon wiederum unterdrückt ein anderes Hormon, das Ghrelin. Das ist ein Wachstumshormon, welches normalerweise appetitanregend wirkt. In der Theorie heißt weniger Ghrelin auch weniger Hunger.

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Dr. Erbil Kurt, 53,  ist seit vielen Jahren als Gesundheitspublizist sowie als Diät- und Ernährungsexperte in Deutschland bekannt. Seine Firma Carboo4U betreut deutsche und internationale Spitzensportler und Topteams aus den unterschiedlichsten Sportarten. Als Stoffwechselspezialist beschäftigt Dr. Kurt sich seit vielen Jahren mit dem Thema abnehmen und hat dazu das Infoportal FITTER INS LEBEN gegründet. Anders als die üblichen Ernährungsratgeber ist FITTER INS LEBEN Dank der Erfahrungen von Dr. Kurt aus dem Spitzensport auf die unbedingte Kombination auf angepasster Ernährung (Low Carb) und Bewegung ausgelegt.